Maklerprovision zahlt AG

Auftraggeberprinzip | 17/1/2017

Maklerprovision - Auftraggeberprinzig auch im Verkauf

Die Maklerprovision soll künftig vom Auftraggeber gezahlt werden, nach dem Motto:

wer die "Musik" bestellt, bezahlt:

Hier nähere Auskünfte zum Gesetzentwurf und Plan der Gesetzesvorlage.

Meine Meinung:

Meine jahrelange Maklererfahrung hat bewiesen, daß es für beide Seiten vorteilhaft und einsichtig ist, die Provision zwischen den Parteien (Käufer und Verkäufer)aufzuteilen. Es bevorteilt keine Seite und benachteiligt auch keine. Der KP sinkt nicht, weil der Käufer nachverhandelt wegen der einseitigen Maklerprovision. Allerdings bekam ich hierdurch auch nicht jeden Verkaufsauftrag. Einige Verkäufer nahmen gern die Beratung und Wertermittlung in Anspruch und sagten dann trotz ...Vorleistung in Form von Beratung, Unterlagen aufbereiten, Exposeerstellung o.ä. den Auftrag ab. Ein anderer Makler hatte einen höheren KP und keine Maklerprovision versprochen. Dass es dann im Ergebnis nicht zum höheren KP kam, kann man sich vorstellen. Aber, daß nun wie bei der Vermietung das Auftraggeberprinzip greifen soll, finde ich gar nicht so schlecht. Erst war ich auch hier dagegen. Aber es ist ortsübergreifend dann einheitlich geregelt. Allerdings gibt es dann immer noch keine Regelung für die Provisionssätze. Viele Makler nehmen Kleinaufträge bei 30.000€ bis 70.000€ erst gar nicht an, wenn der Aufwand und die Kosten zu hoch sind. Bei 30.000€ 7,14% entspricht 2142€ Brutto. Abzgl. Ust, Werbeaufwand und ähnliches bleibt dann kein Reingewinn. Wenn -eine -Zeitungswerbung 180€-240€ kostet, der Aufwand im Netz pro Eintrag 50-100€ mtl., Fahrtaufwand, Kosten für Unterlagen, Grundrißaufbereitung und Expose dazukommen, sollte die Arbeit des Maklers und der Aufwand mehr wertgeschätzt und durch die Justiz in der Durchsetzung geschützt werden. Geht dann auch noch die Objektbetreuung und das Wahrnehmen von Handwerkerterminen o.ä. mit dem Verkaufsauftrag einher sollte man gesetzlich dem Makler eine Betreuungsgebühr/Bearbeitungsgebühr einräumen. Bisher ist dies im Auftrag nur individuell zu regeln.
Sämtliche Vorleistungen und Kosten trägt in Deutschland der Makler auf eigenes Risiko und die Auflagen Nachweis Energieausweis, Objektnachweis, schriftlicher Maklerauftrag, konkludentes Verhalten, Beratungsprotokolle sind für den Nachweis unverzichtbar, aber auch hoher zusätzlicher Zeitaufwand.