Maklerprovision

ortsübliche Maklerprovision | 6/3/2018

Das Thema "Maklerprovision" ist immer heiß umstritten. Denn eigentlich möchte jeder die Dienstleitung eines seriösen Maklers in Anspruch nehmen und erwartet eine sehr gute Beratung und einen KP im oberen Marktsegment. Immer wieder kommt das Thema auf, was ist ortsüblich. Ortsüblich ist, was der Markt hergibt und wie sich die Provisionen im Dienstleistungsbereich einpendeln. Eine Vorgabe durch den Gesetzgeber, dass der Auftraggeber im Verkaufsfall die Provision zahlt, gibt es noch nicht. Dieses Thema ist aber immer wieder auf der Tagesordnung und wird sich in naher Zukunft jedoch durchsetzen. 

Was ist eine Maklerprovision?

Eine Maklerprovision ist ein Entgeld, welches erfolgsabhängig zu zahlen ist. Die Grundlage für die Entlohnung dieser Dienstleistung ist der § 652 des BGB. Es handelt sich entweder um einen Dienstleistungs- oder einen Werksvertrag.  In der Regel geschieht dies durch eine schriftliche Beauftragung, wobei ein Makleralleinauftrag nicht nur üblich ist, sondern für den Verkäufer auch sehr viel mehr Vorteile bringt, als zunächst angenommen.

Ein Vertrag kann aber auch durch eine mündliche Absprache oder so genanntes „schlüssiges Verhalten“ zustande kommen. Wichtig ist im Streifall nur die Nachweispflicht. So oder so wird im Rahmen eines Vertrages eine Maklerprovision vereinbart. Maklerprovisionen sind erfolgsabhängig. Das heißt, das Tätigwerden und die Arbeit des Maklers geschieht ohne Vorkosten erfolgsabhängig. Der Auftraggeber überlässt dem Makler die Art der Werbung z.B. Internet, Zeitung, Netzwerk mit Banken, Maklergemeinschaftsgeschäfte, Objektwerbung, Karteikunden, Messen und andere im allgemeinen übliche Präsentationen, wenn diese nur zielführend und erfolgsversprechend ist. Hat der Auftraggeber jedoch spezielle Wünsche, wie z.B. eine sonst beim Makler nicht übliche Zeitungswerbung oder ähnliches, kann der Makler auch die direkte Beauftragung oder Übernahme solcher Kosten durch den Auftraggeber verlangen und vereinbaren.

Provisionen werden frei verhandelt. Dies bezieht sich auch auf die Verteilung, ob nur der Käufer oder nur der Verkäufer die Provision trägt oder diese zwischen beiden aufgeteilt wird. Eine Orientierung ist die ortsübliche Maklerprovision, die in Sachsen Anhalt 7,14% beträgt.

Tabelle Maklerprovision
Quelle: Maklerkompaß

Abweichende Regelungen, bei denen einer der Beteiligten die gesamte Last der Maklergebühren zu tragen hat, sind ebenfalls rechtlich zulässig, wie z.B. Bonusvereinbarungen. Wichtig ist nur, dass alle Vereinbarungen schriftlich festgehalten werden. Üblich ist auch, dass die Maklerprovision oder das Tätigwerden des Maklers im Kaufvertrag ihre Niederschrift führt. Unter Umständen führt dies dann aber zu einer höheren Beurkundungsgebühr. Der Notar nimmt seine Gebühren nach dem Wert der Urkunde. Der Wert der Urkunde bemisst sich nicht nur nach dem KP, sondern auch nach evtl. sonstigen benannten Kosten wie Inventar, Abstandszahlungen oder Maklergebühren.

Die Maklergebühr ist fällig, wenn die Tinte trocken ist. Der Makler hat mit der Beurkundung Anspruch darauf, dass seine Dienstleistung unmittelbar bezahlt wird. In der Regel erhält der Käufer eine Rechnung und hat 1 Woche Zeit für die Überweisung.