EU Richtlinien Datenschutz

SDGVO - Datenschutzgrundverordnung | 12/3/2018

In diesem Jahr tritt die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Mehr Bürokratie für Immobilienunternehmen und Hausverwalter. Wo große Datenmengen von Interessenten gesammelt werden,wird Verantwortlichkeit groß geschrieben. Telefonische Auskünfte ohne persönliche Kontakte in Zukunft schwer durchsetzbar. Das persönliche Gespräch wird mit der Nachweispflicht wichtiger denn je. Welche Datenschutzaspekte wie zu würdigen und anzuwenden sind, zeigt das Buch von Brigitte-Batke-Spitzer- Praxisfragen der EU-Datenschutzgrundverordnung und des neuen Bundesdatenschutzgesetzes für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und rechtsberatende Berufe - der Haken nur, auch mit einer Vorbestellung vom Januar 2018 erscheint es erst Ende April. Und kaum kam eine neue Verordnung auf dem Markt, hat sich ein Rechtsanwalt aus Berlin bereits der Sache angenommen und Abmahnungen verteilt. In Kraft tritt das Gesetz aber erst ab Mai 2018, noch etwas Zeit, die eigenen Datenschutzbestimmungen zu überprüfen und auf die neue Verordnung mit Hilfe von Medienanwälten anzupassen. 

Jedes Unternehmen,welches Unternehmensdaten im Netz präsentiert und Daten verarbeitet, unterliegt dem Datenschutz. 

Wesentliche Neuerungen:

Neuregelung der Grundlagen zur Definition Rechte und Pflichten.
Rechte der Nutzer vor allem im Bereich der Transparenz. Ein leichterer Zugang zur Nutzung der Daten für die Betroffenen.
Technische Geräte müssen Nutzer- und Anwenderfreundlicher eingestellt werden, dies bedeutet in dem heutigen hochtechnologischen Zeitalter ein erhöhter Aufwand an Softwareunternehmen, Webbrowser,Netzwerkbetreiber. Natürlich dürfen alle Daten weiter verarbeitet werden. Aber, dem Endkunden muß das Ziel der Verarbeitung klarer definiert werden. Ein Gutes könnte es haben, wenn ungefragte Werbemails zukünftig stärker abgemahnt werden. 

Welche Angaben sind nach dem Bundesdatenschutzgesetz verstärkt in Zukunft erforderlich?

1. Name, Kontaktdaten, Ansprechpartner
2. Kontaktdaten Datenschutzbeauftragter in größeren Unternehmen
3. Interesse und Ziel der Datenverarbeitung darlegen
4. Auskunft der Datenweitergabe, wohin werden die Daten übermittelt
5. Dauer der Datenspeicherung ggf. Mitteilung zur Löschung
6. Belehrung über die Verwendung (Auskunft, Berechtigung, Löschung ggf. auch Einschränkungen in der Verarbeitung, Recht auf Widerspruch)
7. Nennung der Aufsichtsbehörde zum Zwecke erforderlicher Beschwerde
8. rechtliche Grundlage, vertragliche Basis und Folgen kommt man der Bereitstellung der Daten nicht nach
9. Programmmierung, Verarbeitung, Speichern, Auswerten und Erfassung und Zusammenstellung von Kundendaten automatisierter Einzelfallhinweis. Daten werden oftmals automatisiert und nicht vom Menschen verarbeitet, Hinweis zum Erfassungswiderruf oder bei der Verarbeitung besonders sensibler Daten nach Art. 22 Abs 4 9 DSGVO.

Das Datenthema bleibt weiter spannend. Geschuldet automatisierter Prozesse stellt sich ohnehin die Frage, wer die ganzen Daten überwacht und ob der Mensch überhaupt noch einen Einfluss auf einmal abgegebene Informationen und Daten hat. Wie können diese zukünftig im Netz gelöscht werden? Und wer ist für die Löschung verantwortlich?

Die Verantwortung liegt nicht nur bei den klein- und mittelständigen Unternehmen, gerade Anbieter im Bereich des Softwaredienstleistungssektors, Arbeitsagenturen und Dienstleistungsbranchen bekommen gut zu tun. Da dürften Anwälte jetzt ausreichend zu tun bekommen.

Gesucht werden von Großunternehmen übrigens jetzt dringend Datenschutzbeauftragte!!!