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Notwendigkeit für den Eigentümer

Eigentümer und Wohnungsunternehmen erhalten mit dem Energieausweis und den darin enthaltenen
Modernisierungsempfehlungen ein wertvolles Werkzeug zur Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Immobilien.
Vermieter und Verkäufer, deren Gebäude bereits energetisch saniert wurden, haben mit nachgewiesen niedrigem
Energiebedarf zusätzlich Wettbewerbsvorteile auf dem Immobilienmarkt.

Der Energiepaß insbesondere der Bedarfsausweis mit einer Wärmebildaufnahme dient Schwachstellen am
Gebäude und notwendige anfallende Investitionen frühzeitig zu erkennen.

Pflichten für Haus- und Wohnungsbesitzer

Der Energiesparausweis für Gebäude wird Pflicht, sobald die neue Energieeinsparverordnung
(EnEV) in Kraft tritt. Die EnEV 2014 trat im 8. Mai 2014 in Kraft. Mit dem Verkauf oder der Vermietung hat ein
Energieausweis für die Immobilie vorzuliegen.


Kauf- oder Mietinteressenten haben dann das Recht, sich den Ausweis vorlegen zu lassen. Bei Neubau,
Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder Leasing von Gebäuden müssen Architekten, Bauträger, Verkäufer oder
Vermieter ihn den Interessenten vorweisen können.

Leider fehlt der Bestandteil im Verbrauchsausweis mit wie viel Personen die Immobilie genutzt wurde und
damit, wie der Verbrauch der letzten Jahre zu werten ist.

Bestandteile des neuen Energieausweises: Verbräuche und Kosten der letzten 3 Jahre, Alter des Gebäudes,kwh Wert, Energieträger des Gebäudes, Energieeffizenzklasse, Empfehlungen hinsichtlich möglichker Modernisierungen.

Zwei Varianten: Bedarfs- oder Verbrauchsausweis

Der Gesetzgeber lässt zwei Ausweisvarianten zu: Die einfachere wird auf Basis der bisherigen
Energieverbrauchswerte, d.h. weitgehend auf Grundlage der Heizkostenabrechnung erstellt. Die aufwendigere,
qualifizierte Variante ist der bedarfsbasierte Ausweis. Hierfür wird von einem Fachmann anhand der Beschaffenheit
des Gebäudes, der Heizungsanlage und anderer Faktoren der voraussichtliche Energiebedarf der Immobilie
berechnet.

Welcher Ausweis für welches Gebäude?

Den Energie-Bedarfsausweis benötigt man zwingend bei Wohngebäuden mit weniger als fünf Wohneinheiten, für die der Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde. Alle anderen Bestandsgebäude haben die Wahl zwischen dem Verbrauchs- oder Bedarfsausweis. Für Neubauten ist zwingend der Bedarfsausweis erforderlich.

Ausnahmen:

Gebäude mit Denkmalschutz - Einzeldenkmal
Wochenendlauben  bis 50m²
nicht beheizte Gebäude wie Ställe, Lager und Nebengebäude

Für welche Gebäude:

beheizte (nutzbare Oefen und Heizungen  vorhanden) bewohnte und nicht Wohngebäude, Häuser nach 50% Sanierung der Gebäudehülle,
Neubau- mit Fertigstellung des Gebäudes

 

Gültigkeit:

10 Jahre bzw. mit Ablösung neuer Bestimmungen

Bemerkungen von Sun Jensch IVD

Werden die Angaben unterlassen, obwohl ein Energieausweis vorhanden ist, droht dem Eigentümer ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro, da es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Diese Vorschrift tritt allerdings erst am 1. Mai 2015 in Kraft. Bereits ab 1. Mai 2014 droht jedoch ein Bußgeld, wenn der Eigentümer dem Interessenten bei der Besichtigung des Objektes oder unverzüglich nach Vertragsschluss nicht den Energieausweis vorlegt. “Auch wenn sich die EnEV nicht an den Makler richtet und er selbst kein Bußgeld fürchten muss, trifft ihn aus dem Maklervertrag eine Nebenleistungspflicht, den Eigentümer auf diese Verpflichtung nach der EnEV hinzuweisen. Klärt der Makler den Eigentümer nicht auf, könnte dies zum Schadenersatz führen, wenn der Eigentümer das Bußgeld zahlen muss”, sagt Jensch.

“Am Beispiel der neuen Energieeffizienzklasse fragt man sich, ob dieser ganze Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht. Denn der Verbraucher kann mit den Angaben aus dem Energieausweis wenig anfangen. So können die Kosten für ein gasversorgtes Haus der Klasse D genauso hoch sein wie die eines fernwärmeversorgten Hauses der Klasse B”, kritisiert Jensch die Neuregelung.