Maklerauftrag

Die Inanspruchnahme einer Dienstleistung wird vertraglich gesichert. Die Maklerleistung wird durch das Provisionsversprechen im Erfolgsfall abgesichert. Grundlagen des Vertrages sind: die Vertragsbeteiligten, die Laufzeit, Objektdaten, KP Findung auf der Grundlage eingehender Beratung, Provisionsbetrag, Schadensersatzklausel, Aufwandsentschädigungsformulierung, Verpflichtungen beider Vertragsparteien.

Die üblichste Form ist ein qualifizierter Makleralleinauftrag. Hier sucht sich der Verkäufer einer Immobilie den Makler seines Vertrauens und übergibt ihm die komplette Dienstleistung. Im Erfolgsfall erhält der Makler die vereinbarte Vergütung. Ortsüblich ist eine Gesamtprovision von 6-7% zzgl. Ust. In der Regel wird dieser Betrag zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt. Insbesondere, weil der Käufer ja noch weitere Nebenkosten um den Kauf zu tragen hat: hier 2% Notargebühren und 4,5% Grunderwerbsteuer.

Weitere Auftragsformen sind einfache Alleinaufträge. Hier verzichtet der Auftraggeber/Verkäufer auf weitere Makler, kann selbst aber tätig werden. Hier entstehen üblicherweise Aufwandskosten an denen sich der Verkäufer als Vorschuss oder Eigenanteil parallel beteiligt.

Ein Maklervertrag kommt durch schlüssiges Verhandeln statt. Es bedarf nicht zwingend einer Schriftform. Im Streitfall ist der in der Beweispflicht, der die Forderung stellt. Anzuraten ist die Schaffung einer soliden Basis eines schriftlichen Auftrages wie v.g.

  • Aquise
  • Beratung des Verkäufers
  • Besichtigung des Objektes
  • Objektgrobanalyse optimal Wertermittlung
  • Vereinbarung eines Preisansatzes, der marktrealistisch sein muß und
  • Abschluß eines Makleraufrages.

Im Anschluß hieran beginnt die eigentliche Arbeit des Maklers: Aufbereitung übergebener Grundrisse und Unterlagen, ggf. Einholung aus der Bauaktenkammer, Anforderung Liegenschaftskataster und Grundbuchauszug. Wenn erforderlich Einsicht im Baulastenverzeichnis. Präsentation des Objektes. Kundenakquise , Werbung, Durchführung von Beratung und Besichtigung, Finanzierungsberatung und Finanzierungsnachweis, Objektdokumentation für die Finanzierung. Vorbereitung des Notartermines durch Zuarbeit, ggf. Erläuterung des Vertragsinhaltes in Vorbereitung auf den bevorstehenden Termin. Begleitung zum Termin und Übergabe des Objektes gehören zum Service.

So handhabe ich die Abwickelung des Verkaufsauftrages. Jeder Makler ist hier nach einem eigenen Schema tätig. Strenge genommen würde die reine Vermittlung, welche durch aus auch ein Zufallstreffer sein könne als Leistung genügen. Hier spricht man dann von einem Vermittlungsmakler. Ein Nachweismakler kann z.B. durch einen Objektnachweis bzw. Besichtigungsprotokoll seine Tätigkeit dem Verkäufer gegenüber dokumentieren. Der Nachweis setzt voraus, daß der Makler das Objekt tatsächlich im Auftrage des Verkäufers anbieten darf.

Die im Volksmund wortgebräuchlich verrufenen Wald- und Wiesenmakler, sind so genannte Vermittler ohne Vorbildung und Fachkenntnisse. Vermittlungen auf gut Glück. Leider kann theoretisch jeder den Beruf eines Maklers ausüben, der über eine Gewerbeanmeldung verfügt und die Maklerberechtigung nach §34c der Gewerbeordnung beantragt und genehmigt bekommen hat.

Makler müssen über eine einwandfreie Bonität verfügen und Grundregeln beachten, um die Berechtigung auf Lebenszeit behalten zu dürfen. Bestand hat die Tätigkeit selbstverständlich nur mit der entsprechenden Basis an Fachwissen und ständige Qualifikation. Eine Verbandszugehörigkeit kann hilfreich sein, ist aber nicht notwendig.