Mangel an der Mietsache

Minderung oder Zurückbehaltungsrecht der Miete | 27/8/2018

Im Laufe eines Mietverhältnisses kann es durchaus zu Mängeln an der Mietsache kommen. Im Mietvertrag oder zu Mietbeginn wurden die Mieter über die übliche Verfahrensweise informiert.

Dennoch führen Beanstandungen an der Mietsache oft zu Streit und gerichtlichen Auseinandersetzungen.

In einem aktuellen Urteil hat das Gericht zu Gunsten des Vermieters entschieden: AG Schönberg Urteil v. 16.02.18 az 17 C 122/17.

Im Sommer 2017 hat ein Mieter durch seinen Rechtsanwalt dem Vermieter die Undichtigkeit der Fenster angezeigt. Im August 2017 hat er Klage erhoben, weil der Vermieter nicht tätig wurde und

den Mangel abgestellt hat.

Was sollte ein Mieter beachten, wenn er den Mangel meldet?

1. Ein Mangel sollte schriftlich angezeigt werden, dem Vermieter sollte eine angemessene Zeit zur Beseitigung gestellt werden.

2. Der Mangel sollte klar definiert sein, bezieht er sich auf Feuchtigkeit oder Durchnässung sollte die Stelle Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer o.ä. und oben rechts, unten links, unten links

klar definiert sein. Dies hilft insbesondere, wenn es in Fenstern nicht ständig durchregnet, sondern wenn z.B. ein Gewitterguss mit starkem Wind einhergeht und das wetterseitige Fenster betroffen ist.

Auch sollten Mieter turnusmäßig die Fenster und den Wasserablauf im Rahmen reinigen. Bei Verstopfungen ist eine Durchnässung eine häufige Ursache von Feuchtigkeitsbildung in den Fensterbrettern

und -leibungen.

3. Veranlasst der Vermieter den Termin durch eine Fachfirma, sollten Sie flexibel in der Terminwahrnehmung sein.

4. Stellt die Firma dann keinen Mangel fest, kann der Mieter u.U. auch mit Anfahrtskosten durch den Vermieter in Anspruch genommen werden.

Drum sollte man mgl. ein Zeitprotokoll erstellen: wann und wo tritt der Mangel auf, um dann die Mangelerscheinung und Ursache klar definieren zu können.

Auf keinen Fall sollten Sie die Miete einfach einbehalten oder  kürzen!!!