Maklerprovison

Wer zahlt die Provision des Maklers? | 14/1/2020

Bis 2019 und auch Anfang 2020 gibt es noch keine einheitliche Regelung im Bundesgebiet mit einer festgelegten Höhe und Regelung, wer welchen Anteil an Provision zahlt.
Da auch Makler sich dem Wettbewerb und harter Internetpräsenz und Netzwerkbetreibern stellen müssen, hatte es sich die letzten 3 Jahre durchgesetzt, dass Makler vom Verkäufer mit der Auftragserteilung keine Provision, max. aber einen Werbeaufwand und die Drittkosten erstatten lassen. Diese Praxis ist dem harten Wettbewerb geschuldet. Fairer wäre es, die Leistung für den Teil zu bezahlen, der in dem Moment bedient bzw. beraten wird. Hiernach hat also auch der Verkäufer, da in erster Linie hier die Beratung zur Durchsetzung und zum Preis inkl. der Fortführung Kontrolle der Finanzierbarkeit, Abwickelung und Übergabe, einen Teil zu tragen. Wenn nicht gar den größeren Anteil. Der Käufer kommt ja erst mit der Werbung und Besichtigung ins Spiel. Interessiert sich dann ein Kunde als Käufer für die Immobilie beginnt die Beratung ggf. inkl. Finanzierungsberatung, Durchsetzbarkeit, Notartermin und dann Übergabe.

Ein Makler ist im Grundsatz nicht zu Service Übergabe und Abwickelung verpflichtet. Ein Käufer muss nachgewiesen und der Kaufvertrag muss zustande kommen. Dann ist der Verkäufer verpflichtet, die Provision zu zahlen. Der Makler ist nachweispflichtig, dass ein  Vertrag bestand. Alles andere ist schmückendes Beiwerk und Service.

Einem Kunden, der eigentlich nach Besichtigung nur die Unterlagen zur Immobilie, aber keine Beratung zur Finanzierung und den weiteren Service wollte, sagte ich im Beratungsgespräch: Stellen Sie sich vor, sie bestellen ein Stück Apfelkuchen und möchten keine Sahne. Diese bekommen Sie im Gefäß jedoch mit auf den Tisch. Dann sollten Sie den Service genießen und selbst entscheiden, ob Sie die Sahne nehmen oder nicht.

Die derzeitige Maklerprovision von 7,14% Brutto bundesweit, die momentan fast überall vom Käufer gezahlt wird, soll ab Frühjahr 2020 auf Käufer und Verkäufer aufgeteilt werden.
Dann müssen auch Plattformen, wie "ohne Makler"; "null provision",  "wer kennt den besten"  "mcmakler" und weiteren, einheitlich werben. Diese unterliegen momentan nicht den strengen Richtlinien des Wettbewerbsrechtes, da sie eine Internetplattform und kein Maklerbüro betreiben. Auch hier sollte der Gesetzgeber zukünftig reagieren, und strengere Kontrollen und Maßstäbe bezüglich der Weitergabe von Daten und des Verkaufes von Interessentenadressen an Makler vornehmen. Denn was passiert Kunden, die auf diesen Plattformen Daten hinterlassen? Kunden erhoffen sich aus der Werbung die zugesagte kostenfreie Wertermittlung, bekommen aber einen Anruf von einem Makler oder im schlimmsten Fall sehen sie ihre eigene Immobilie ohne Auftrag in einem Immobilienportal wie z.B. Immowelt unter Privatverkauf.

Mein Rat - mit 27 Jahren Berufserfahrung  und einem Maklerbüro vor Ort in 39114 Magdeburg seit 20 Jahren:

Suchen Sie das faire, fachkompetente Gespräch mit dem Makler Ihres Vertrauens vor Ort!

 

Update 05/2020 - der Bundestag hat entschieden!

Maklerprovision ab 2020 - Gesetzentwurf  

Hier können Sie heute erfahren, was sich morgen ändert!

Der Bundestag zog für seine Entscheidung das Portal  www.hausgold.de heran.  Und traf nachfolgende Entscheidung zur Entlastung der Verbraucher: Maklerprovisionen sollen in der Höhe und in der Vereinbarungsweise ob vom Käufer oder Verkäufer zu zahlen, bundesweit einheitlich geregelt werden. Es gibt nur noch schriftliche Makleraufträge.

Hier die Fassung des Deutschen Bundestages - es wurde mehrheitlich zum Vorschlag nach Buchstaben A entschieden, da CDU, CSU und SPD hier die mehrheitlichen Befürworter waren.

Endfassung und beschlossen: hier nachzulesen.

 

 

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