Kapitalanlagen - private Veräußerungsgeschäfte

Spekulationsgewinn beim Grundstückskauf | 11/2/2020

Nicht selbst genutzte Immobilien sind Kapitalanlagen. Zweck ist es ein Gewinn zu erwirtschaften. Unter diesem Hintergrund unterliegen sie der Spekulation. Entsteht nun im Laufe einer gewissen Zeit ein Mehrwert, entsteht ein Spekulationsgewinn.

Dieser ist vor Ablauf von 10 Jahren  als Spekulationsgeschäft zu beurteilen und unterliegt nach der Beurteilung von §§2-24b Einkommenssteuergesetz der Besteuerung.

Was beim Kauf von Immobilien hier besonders zu beachten ist:

Enthält ein Kaufvertrag eine aufschiebende Bedingung ist nicht das Kaufdatum entscheidend, sondern das Datum an dem die Erfüllung des Vertrages eintritt.

Vereinbaren die Parteien z.B. dass der Vertrag zum späteren Zeitpunkt zum tragen kommt oder eine behördliche Freistellungsbescheinigung (Vorkaufsrechtsverzichtserklärung o.ä.) einzuholen ist handelt es sich um eine aufschiebende Bedingung.

Wird der Vertrag also nur mit einer aufschiebenden Bedingung fällig entfällt die Besteuerung erst mit Stichtag Wegfall der Bedingung + 10 Jahre. Im Zweifelsfall ist das Datum der Eigentumseintragung im Grundbuch anzusetzen, um auf Nummer sicher zu gehen.