Der Coronavirus SARS CoV 2 und wirtschaftliche Folgen

meine Meinung | 10/3/2020
Was bedeutet der Coronavirus SARS-CoV-2 und die aus dem Virenstamm hervorgerufene Erkrankung an Covid-19 für die Wirtschaft in Deutschland? Der Ausgangspunkt der Epidemie war die Stadt Wuhan und die Provinz Hubei (56 Mio Einwohner) –Bei 80.750 Menschen wurde der Erreger nachgewiesen, 3100 infizierte sind verstorben, weil man zu Beginn des Ausbruchs keine Gegenmittel hatte und der Virusstamm noch nicht erforscht war. Betroffene vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, besonders junge und alte. Für den Bereich heißt es 1,5 Monate komplette Quaratäne. Ein feuchtes subtropisches Klima förderte die schnelle Verbreitung, eine hohe Niederschlagsquote, wenig Sonnentage und eine hohe Luftfeuchtigkeit beeinflussten die schnelle Verbreitung. Beide Städte haben einen enormen Besucherzuspruch aus anderen Ländern und internationales Publikum. Touristische Attraktionen, Museen, Ausgrabungsstätte, Konzerte, Industrie- und Wirtschaftsstandorte und hohes Studentenaufkommen und das hierdurch entstandene hohe Publikumsaufkommen sorgten für eine schnelle Verbreitung des Virus über die Landesgrenzen hinaus. Woher der Virenstamm kam, ist noch unklar. China steht in wirtschaftlicher Verbindung mit Amerika, die Schweiz, England, Italien und Deutschland. Viele Unternehmen produzieren auf Grund der günstigeren Löhne und Bedingungen in der Herstellung fast ausschließlich in China. 70% deutscher Markenspielwaren kommt aus China, Sportartikelhersteller wie Adidas produziert zu 64% in China, auch die deutsche Automobilindustrie und deren Zulieferer lassen in China produzieren, Lebensmittel, Medikamente und viele Rohstoffe kommen aus China. Auch wenn durch Quarantäne und Sicherungsmaßnahmen die Ausweitung in Deutschland eingedämmt werden kann und uns hier die Verbreitung und Folgen des Coronavirus gesundheitlich laut Auskunft des Robert Koch-Instituts nicht so hart treffen, bleiben wirtschaftliche Folgen für Deutschland nicht aus. China war 2019 4x in Folge Haupthandelspartner Deutschlands. Hat Deutschland versäumt, produzierende Großunternehmen durch gezielte Förderungsmaßnahmen und Kontrollmechanismen in Deutschland zu halten und sich damit abhängig gemacht? Ich frage mich, warum musste es so weit kommen, dass uns Kulturstädte, repräsentative Wohnbauten wichtiger geworden sind, als starke Wirtschaftsstandorte und Industriestädte? Vor allem in den Jahren nach der Wende wurde produzierendes Gewerbe auf 0 gefahren, Hallen stehen leer oder wurden zurück gebaut, sollten sie nicht gerade unter Denkmalschutz stehen. Es entstanden nur in Einzelfällen für Endfertigungen Industriehallen und Gewerbebauten. Jetzt müssen wir uns fügen und die Folgen abwarten. Maßnahmen der Wirtschaft wie Kurzarbeit, Steuersenkung, staatliche Förderung zur Unterstützung der Unternehmensliquiditäten sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Abhängigkeit der Unternehmen zum Wirtschaftsstandort China wird uns noch lange nachhängen. Folgen wie Mangelware an Lebensmitteln, Arzneiprodukten sind kurzzeitige überbrückbare Erscheinungen, das Fehlen von Ersatzteilen bei der Zulieferung von Haushaltsgegenständen sowie in der Autoindustrie und Wirtschaft wird sich langfristig bemerkbar machen. Die Preise werden zwangsläufig steigen und dass nach Jahren der Inflation. Sinkende Ölpreise, zunehmende Arbeitslosigkeit, unzureichendes wirtschaftliches Wachstum, dazu die Liquiditätsfalle niedrige Zinsen, expansive Offenmarktpolitik– alles Merkmale der auf uns zukommenden Stagflation. Ich wünsche mir, Wirtschaftswachstum und Handelskraft unter Berücksichtigung des ökologischen Prinzips in Deutschland. Führungs- und Fachkräfteförderung und –rückgewinnung für Deutschland, weniger Nebenkriegsschauplätze und Machtgerangel in der Politik für mehr Einheitlichkeit und ein friedfertiges Streben nach einer stabilen generationsübergreifenden soliden deutschen Wirtschaft.